Ein Garten zieht um, Teil 1


Die Kolumne „In meinem Garten“ erscheint seit August 2018 sechsmal im Jahr im Magazin Im Garten. Sie erhalten das Magazin kostenlos in vielen Raiffeisenmärkten, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Gartenfachmärkten.


Wer eine Pflanze, sei es ein sehr hoch wachsender Tulpen-Baum oder eine kleine Papageien-Tulpe, in den Garten setzt, macht sich nur selten Gedanken darüber, wie alt diese Pflanzen einmal werden. Bleibt die Tulpe vielleicht nur eine Saison, oft aber einige Jahre, wenn der Standort optimal ist. Ein Baum wird durchaus älter als man selbst, wenn ihn nicht vorher ein Sturm oder die Kettensäge niederschlägt.
Nun stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten viele Jahre Zeit (und nicht zuletzt Vermögen) in einen Garten gesteckt und stünden nun vor dem Umzug in ein neues Heim. Was würden Sie mitnehmen, was zurücklassen? Werden die Nachbesitzer den Garten erhalten, verändern oder ihn in eine der so populär gewordenen Kiesschüttungen verwandeln?
Ich selber stehe vor diesen Fragen, weil ich in wenigen Wochen umziehen werde. Aus einem Miet-Haus mit Garten geht es nun ins Eigenheim. Welche Pflanzen ich mitnehmen werde? Keine Einzige, und das ist gut so!
Ganz im Ernst: Ich freue mich auf den Neustart am zukünftigen Wohnort, zumal dieser einen völlig anderen Boden aufweist. Es geht von einem schweren, verdichteten und zumeist frischen Boden in eine Heide-Landschaft mit sehr sandigen, trockenen und darunter torfigen Böden. Nährstoffe? Fehlanzeige! Dort gedeihen ganz andere Gehölze und Stauden als im bisherigen Garten. Es stehen also wieder Besuche in Lieblingsgärtnereien an und ich freue mich schon, die Sortimente und die Vielfalt vor Ort kennenzulernen. Auf meiner Gehölzliste stehen bereits 33 Bäume, die unbedingt gepflanzt werden wollen. Von Stauden und warum es dann doch ein Garten-Umzug wird, handelt die nächste Ausgabe.