Glycyrrhiza yunnanensis

Die einzige Staude, die im Garten Alst gestützt wird, ist Glycyrrhiza yunnanensis, das Chinesische Süßholz aus der Familie Fabaceae. Vielleicht ist unser Boden nicht tiefgründig genug oder zu feucht, aber es gibt keine Stelle im Garten, wo sie das viel beschriebene Versprechen der Standfestigkeit selbst nach mehreren Jahren wirklich einhalten würde.

Glycyrrhiza yunnanensis, Calamagrostis x acutiflora ‚Karl Foerster‘, Inula magnifica und Helianthus salicifolius

Oft reicht ein Sturm mir starkem Niederschlag und das Süßholz legt sich darnieder. Danach bleibt ihr Wuchs eher lagernd und nur einzelne Triebe richten sich wieder auf. (Sofern die bis zu 2 Meter hoch werdende Staude das nicht an einem Weg macht, sehen wir das gelassen.)

Raureif

Richtig spektakulär sind hingegen die kugelförmigen, fast an einen Morgenstern erinnernden, roten Samenstände, die beim Schütteln reichlich rascheln und auch in der Floristik sehr beliebt sind. Da die verholzten Stiele mit den Samenständen sehr langlebig und besonders dekorativ sind, verzichten wir gerne mal auf den Rückschnitt.

Der bogige Wuchs begründet die besondere Eleganz und gerade ältere Exemplare dieser sehr langlebigen Staude können enorme Ausmaße annehmen.

Das feingliedrige Laub vom Chinesischen Süßholz ist unpaarig gefiedert und gegenständig. Es behält es bis in den Winter hinein.

Während die Blüten von Glycyrrhiza palldidiflora, glabra und aspera länglich sind, erkennt man yunnanensis an kugeligen, violetten Blüten, die sich etwas im Laub verstecken.

Wasserdost, Blauglockenbaum und Chin. Süßholz

Die Vermehrung kann durch Teilung im zeitigen Frühjahr erfolgen, wobei man den enormen Wurzelstock älterer Exemplare nicht unterschätzen sollte.

Weitere Infos zu Glycyrrhiza yunnanensis finden sich in der Flora of China und zur medizinischen Verwendung bei PubMed.

Bezugsquelle: Die Staudengaertnerei