Neue Trends mit Sand

Alle paar Jahre gibt es neue Trends im Garten zu beobachten. Leider erfährt die Öffentlichkeit nur selten, welche Auswirkungen neue Technologien auf das Leben der Menschen und ihre Beziehungen haben. Neben wir zum Beispiel die beliebten Aufsitzmäher. Sie waren einst ein Lieblingsspielzeug für alle Motorbegeisterten ohne sonstige Kompetenz in Gartendingen. Dann brach plötzlich mit den Rasenrobotern eine neue Autonomie, auch bei der Partnerwahl an. Pferdestärken wurden bei der Rasenpflege nun nicht mehr benötigt. Fahrer, die nicht schnell genug eine Anschlussverwendung – zum Beispiel in einer Outdoorküche oder beim Heckenschnitt – vorweisen konnten, stehen jetzt vor einem Problem. Das Interesse der Marktforschung an diesen Opfern von Innovation war leider schon immer gering.


Die Kolumne „In meinem Garten“ erscheint seit August 2018 sechsmal im Jahr im Magazin Im Garten. Sie erhalten das Magazin kostenlos in vielen Raiffeisenmärkten, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Gartenfachmärkten.


Im Garten

Ein ganz neuer Trend sind Sandbeete. Über normalem Erdboden wird eine gut 20 Zentimeter dicke Schicht Spiel- oder Brechsand aufgeschüttet, in welche die Stauden gepflanzt werden. Dabei kann der Sand problemlos auf eine bestehende Grasnarbe ausgebracht werden, solange diese frei von Wurzelunkräutern ist. Nun wässert man alle Stauden so lange, bis sie durch den Sand in tiefere Schichten vorgedrungen sind. Sehr viele Stauden kommen damit gut zurecht, insbesondere die Trockenkünstler. Es gibt kaum noch eine Gartenschau, wo dieser Trend nicht zu bestaunen wäre. Sehen wir mal davon ab, dass solche Beete in den meisten Regionen künstlich und, vorsichtig formuliert, reichlich deplatziert wirken. Technisch gesehen funktionieren sie sehr gut, da im Sand kaum ein Wildkrautsamen zur Keimung kommt und wenn doch, ist das Jäten im lockeren Sand kinderleicht. Ob sich Haustiere, wie Katzen oder Hunde davon abhalten lassen, dort ihr Häufchen zu hinterlassen, ist sicherlich nur eine Frage der Erziehung. Es ist ja auch ein Leichtes, die Oberfläche ständig sauber zu halten und mit einem Eimer Sand die verdreckten Stellen regelmäßig auszubessern. Eine schöne Anschlussverwendung für die oben benannten Fahrer.

Heute möchte ich Ihnen mal kein Buch, sondern einen Podcast vorstellen. Podcasts sind vergleichbar mit Hörspielen oder Radiosendungen, die aufgezeichnet und archiviert wurden. Mit dem Mobiltelefon können sie nun jederzeit gehört werden, zum Beispiel bei der Gartenarbeit. Mein liebster Garten-Podcast heißt „Gartenradio“ und wird von der Autorin, Moderatorin und Redakteurin Heike Siccori bereitgestellt. In jeder Folge führt sie ein Gespräch oder ein Interview zu einem Gartenthema oder verwandten Themen. Bei aller Tiefe und Expertise bleiben ihre Sendungen aber immer gut verständlich, so dass auch Laiinnen und Laien einen Zugang zu den Themen finden.