Ausfall der Woche: Trachystemon orientalis

Leider hat der späte Frost auch die Blüte des Trachystemon orientalis dahin gerafft. Ursprünglich standen fiese Nacktschnecken unter Verdacht. (Kein Grund allerdings, sie jetzt aus der U-Haft zu entlassen.)

Hier gedeiht der Trachystemon unter einer sehr durstigen Weide und selbst die extreme Trockenheit im Sommer lässt ihn nicht schwächeln. Seine feuchte, kaukasische Heimat scheint er nicht besonders zu vermissen.

Wir setzen ihn nun häufiger im trockenen Schatten und halbschatten ein, wo seine kriechenden Rhizome in kürzester Zeit dichte und weite Bestände bilden. Wo andere Stauden bedrängt werden, reichen ein paar Spatenstiche und die rechtzeitige Entnahme der blühenden Triebe.

Ob sich Trachystemon orientalis mit seiner Höhe bis 40 cm zur Unterdrückung von Aegopodium podagraria eignet, wage ich zu bezweifeln. Es gibt ja die Theorie, dass man Giersch nur mit Stauden vertreiben kann, die erheblich höher als dieser werden. Die Ausschließlichkeit dieser Weisheit darf bezweifelt werden, zumal wir dichte Giersch-Bestände mit Fragaria vesca und Lamium maculatum Chequers wirksam in den Griff bekamen.

Bezugsquelle für Trachystemon orientalis:
www.stauden-diamant.de